Biotype erweitert Portfolio um Modaplex POLE/POLD1 Mutation Analysis Kit
26. Juli

2018

Biotype erweitert Portfolio um Modaplex POLE/POLD1 Mutation Analysis Kit

Der Modaplex POLE/POLD1 Mutationsnachweis komplementiert die MSI Testung zur Entscheidungsfindung beim therapeutischen Einsatz von Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI)

Dresden-Hellerau, 26. Juli 2018. Die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren hat das Potential neue Standards in der Krebstherapie zu setzen.  Da die Ansprechraten bei der Therapie jedoch noch stark variieren, besteht ein dringender Bedarf an weiteren Biomarkern zur Sicherung des Therapieerfolges1. Dabei gilt der Nachweis der Mikrosatelliten-Instabilität (MSI) als vielversprechend, insbesondere bei Tumoren des Gastrointestinaltraktes und des Endometriums2/3. Die Mikrosatelliten-Instabilität ist der Indikator für einen Defekt der Reparaturgene („deficient mismatch repair genes“, dMMR) und ist assoziiert mit einer hohen Mutationslast („tumor mutational burden, TMB), die einhergeht mit der Stimulation des Immunsystems und einer Immunzell-Infiltrierung.
Erweisen sich die untersuchten Mikrosatellitenregionen hingegen als stabil (MSS), kann der Nachweis von POLE/POLD1 Mutationen als ergänzender Marker herangezogen werden4.

Mit dem Modaplex POLE/POLD1 Mutation Analysis Kit werden somatische Mutationen in den Exonuklease-Domänen (EDMs – Exonuclease Domain Mutations) der DNA Polymerase Epsilon- und Delta 1-Untereinheiten nachgewiesen. Sie beeinflussen die Genauigkeit der DNA-Replikation, indem sie die Fähigkeit zur Korrektur von falsch eingebauten Basen beeinträchtigen4. Dies führt bei somatischen POLE-Mutationen in kolorektalen und Endometriums-Tumoren ebenfalls zu einer hohen Mutationslast, selbst dann, wenn ein mikrosatelliten-stabiler (MSS) Phänotyp vorliegt5/6. Mehrere Studien legen daher nahe, dass POLE-EDMs ebenfalls ein vielversprechender Biomarker für die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren sein könnte 6/7.

Die komplementäre Testung mit dem Modaplex POLE/POLD1 Mutation Analysis Kit und dem Modaplex MSI Analysis Kit wurde entwickelt, um die Entscheidungsfindung beim Einsatz von Immun-Checkpoint-Inhibitoren  zu unterstützen, auch dann, wenn nur wenig Ausgangsmaterial zur Verfügung steht. Beide Untersuchungen sind parallel und innerhalb von 5 Stunden durchführbar. Im Einsatz mit der Modaplex Technologie werden dafür nicht mehr als 8ng DNA benötigt.

 Weitere Informationen finden Sie hier:

 

Referenzen
[1] R.W. Jenkins et al, “Molecular and Genomic Determinants of Response to Immune Checkpoint Inhibition in Cancer”, Annu. Re. Med., vol. 69, pp. 333-347, 2018.
[2] Z.R. Chalmers et al, “Analysis of 100,000 human cancer genomes reveals the landscape of tumor mutational burden”, Genome Medicine, vol. 9, no. 34, 2017.
[3] Cortes-Ciriano et al, “A molecular portrait of microsatellite instability across multiple cancers”, 2017.
[4] E. Heitzer et al, “Replicative DNA polymerase mutations in cancer”, Curr. Opin. Genet. Dev. vol. 24, pp. 107-113, 2014.
[5] R. Bourdais et al, “Polymerase proofreading domain mutations: New opportunities for immunotherapy in hypermutated colorectal cancer beyond MMR deficiency”, Crit. Rev. Oncol. Hematol., vol. 113, pp. 242-248, 2017.
[6] J.M. Mehnert et al, “Immune activation and response to pembrolizumab in POLE-mutant endometrial cancer”, J. Clin. Invest., vol. 126, no. 6, pp. 2334-2340, 2016.
[7] J. Gong et al, “Response to PD-1 Blockade in Microsatellite Stable Metastatic Colorectal Cancer Harboring a POLE Mutation”, J. Nati. Compr. Canc. Netw., vol. 15, no. 2, pp. 142-147, 2017.

 

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